Alkoholverbot in der U-Bahn – SCHWACHSINN

Das war mal wieder eine typische Aussage eines Innenministers aus Bayer. Ich fühle mich an Beckstein errinert. Zu mehr Sicherheit haben Verbote noch nie beigetragen, solange es solch zahnlose Papiertiger sind. Wer setzt denn diese Verbote konsequent mit der nötigen Härte durch? Was ist die Strafe für einen Verstoß – ein Strafzettel über 10€? Hausarrest? Böse Blicke von Mutti? Solange in Deutschland immer nur alles über Verbote geregelt wird hat das keinen Sinn. Ist genauso wie eine Ampel an einer Straße zu bauen, an der jemand überahren wurde. Auch über eine rote Ampel kann man laufen – gut, dann ist zumindest die Schuldfrage geklärt.

Gewalt hat es schon immer gegeben, nur die Grenzen sind bei manchen „Menschen“ nicht mehr vorhanden. Zudem werden gesellschaftliche Probleme mißachtet. Läuft einer Amok schreit ganz Deutschland nach einem Waffenverbot, verurteilt Killerspiele und Gewalt im Fernsehen. Das der Konsum und die Verherrlichung von Gewalt of nur Folge von Einsamkeit, fehlender Anerkennung und fehlenden Werten aus dem Elternhaus sind interessiert keinen.Wer gibt den jugendlichen denn heute noch Raum? Fußball in der Gartenanlage des Wohnblocks – verboten. Zu Laut! Bitte auch kein Rad, Inliner oder Roller fahren. Auch Mannschaftssport ist verboten – dazu ist die Anlage wirklich nicht gedacht. Der Mensch braucht Ruhe. Auf dem Vereinsgelände darf man außerhalb der Trainingszteiten auch nicht spielen. Am besten die Kinder verziehen sich vor die WII oder Playstation und halten die Fresse. die Jugend von heute taugt doch sowieso nichts!

Gewalt gab es schon immer. In meiner Jugend, in der Jugend meiner Eltern und früher. Der Unterschied: früher hat man aufgehört wenn jemand am Boden lag, früher wurden die Täter nicht zu medialen Helden gemacht, die 1 Woche non-stop über den bildschirm flimmern und wo jede Bewegung minutiös nachgestellt wird. Früher konnte man auch mal vor die Tür gehen. Nicht dass früher alles Besser war, aber über vieles und viele Diskussionen der heutigen Zeit kann ich mich nur wundern.

BILDZEITUNG

BILDZEITUNG2

Spiegel, Süddeutsche, usw. teils mit interaktiven Grafiken auf google-maps unterfüttert, viedos von den letzten Minuten des Täters – ein mediales Spektakel ohne gleichen. Der Täter wird zum Medienhelden – so kriegt er seine Aufmerksamkeit, wenn auch erst nach dem Tod. Tim K. wird keiner vergessen, aber die Opfer sind namenlos – wieviele waren es noch gleich? Es werden Schuldige gesucht, es werden Fehler bei der Polizei gesehen usw. Wer fragt nach der Ursache? Warum tut jemand soetwas? Alkohol? Killerspiele? Gewalt im Fernsehen? Ich gebe offen zu all das auch schon MEHRFACH konsumiert zu haben. Bin ich gefährdet? Helfen mir strengere Regeln und Verbote? Wir leben in einer Zeit den blinden Aktionismus. Explodiert ein Kernkraftwerk – ok, schalten wir einfach alle ab – SOFORT. Konzept? Wozu – wir tun doch was – es ist bald Wahl. Ein betrunkener prügelt ein Opfer in der U-Bahn halb tot – verbieten wir den Alkohol in der U-Bahn! Das hilft – die Welt ist wieder ein Stück sicherer – gut gemacht. Ist doch bald Wahl. Zum Glück war er vorher nicht bei Starbucks oder Mc Donalds oder kam vom letzten Heimspiel von Union Berlin oder Hertha BSC. Aber – au wei – ich hab auch schon prügelnde Fußball-Fans gesehen. Vielleicht sollten wir diesen brutalen Sport auch verbieten. Dann ist endlich Ruhe in der U-Bahn.