Deutschland Deine Datenschützer

Ich werde das Gefühl nicht los langsam aber sicher im Falschen Film zu sein. Wenn ich diesen Spiegel Artikel lese, dann wird mir spontan schlecht, und ich möchte mich am liebsten auf den Weg zur Schüssel machen.

Was bitte soll der Quatsch? Wie soll ich mir in der Praxis vorstellen, dass man der Weitergabe seiner IP-Adresse vorher zustimmen muss? Und wie genau funktioniert eine Webserver-Anfrage technisch? Klar gebe ich die IP-Adresse bei der Verwendung  von beispielsweise google Analytics an einen Dritten weiter, aber wer wird damit konkret geschädigt?

Vielleicht sollte ich künftig auch mein Kennzeichen schwarz abkleben, weil beim Blitzen werden meine Daten auch ohne mein Wollen an Dritte weitergegeben. Wenn ich eine Postkarte schicke, dann liest diese auch der neugierige Postbote. Wenn ich im ALDI einkaufen gehe, dann sieht mich auch mein Nachbar – vielleicht sogar zwei. Die GEZ holt sich auch meine Daten ohne mein Wollen und oft auch ohne das Wissen und müllt mich mit „schon GEZahlt“ „Werbung“ zu, obwohl ich zahle. Was also soll dieser Müll?

Für mich ist dieser Hans-Joachim Wahlbrink nichts weiter als ein notorischer Profilneurotiker der aus dem sinnvollen Datenschutz eine akademische Diskussion ableitet. Datenschutz ist sicher wichtig, aber an der richtigen Stelle. Diese Diskussion ist für mich völlig absurd.

Es gibt genug Möglichkeiten im Netzt anonym unterwegs zu sein. Ich für meinen Teil bin sogar dankbar für Regions-/Personenbezogene Werbung. Man kann auch gerne auswerten wie oft ich (bzw. meine IP Adresse + Cookie) auf welcher Seite und wie lange gewesen bin. Durch eine IP-Adresse wird auch nichts mit meinem Namen verknüpft, es sein denn ich möchte das.

P.S.: Ich habe diesen Artikel mit der IP 80.149.244.66 geschrieben.

P.S.S: Was machen dann Foren mit Admin-Bereichen? Dort kann man sogar sehen, wer mit welcher IP welchen Artikel wann geschrieben hat. Das ist dann bereits auch eine Weitergabe der Daten an Dritte. Auch wordpress speichert IP’s.